Zeit fürs Wesentliche…oder wie man eine Auszeit nimmt!!!
September 27, 2009 Allgemein, Work-Life-Balance No CommentsHallo Glücksritter…
… auf der Suche nach dem Glück nehmen sich viele Menschen sogenannte Auszeiten, welche mehr oder weniger lang sind. Meist dauern sie nicht länger als ein paar Wochen, selten auch ein ganzes Jahr und länger.
In den meisten Fällen ist das Limit durch finanzielle Restriktionen begrenzt und die Personen gehen wieder in den altbekannten Alltag zurück, dem Sie eigentlich entfliehen wollten.
Sie arbeiten wieder wie gewohnt und schon nach kurzer Zeit ist der “Erholungseffekt”, der gewonnene Lifestyle ganz aber zumindest teilweise wieder verschwunden.
Die Gründe für eine solche Auszeit sind vielfältig und reichen vom bekannten Burnout-Syndrom über die “Mid-life Crisis” bis hin zu Problemen im privaten oder beruflichen Bereich. Man will oder “muß” einfach aus dem gewohnten Alltagstrott raus, ihm entfliehen und seine Seele auftanken.
Wie aber kann man das begrenzte Buget oder die begrenzte Zeit optimal nutzen um wieder auf zu tanken vom stressigen Alltag, Abstand gewinnen von Problemen und ähnlichem…
…ganz einfach ist es nicht, aber versuchen wir einmal genau zu beleuchten was wir machen können.
Als Beispiel nehmen wir einen Krankenpfleger 30 Jahre alt, der mit ca. 1450 € Monatsnettogehalt schon zu den “Besserverdienenden” der Gesellschaft gehört. Er hat 32 Tage Urlaub und bekommt ein 13. Monatsgehalt Anfang Dezember. Nun muß man noch wissen, dass er im Dreischichtsystem arbeitet und auch Nachtwachen machen muß,vom Wochenenddienst ganz zu schweigen.
Dieser Umstand ist es, der dem Krankenpfleger aber in dieser Situation zu Gute kommt, denn dadurch bekommt er z.B. nach den Nachtwachen einige Tage frei ( 3-5 Tage ).
In Kombination mit Urlaubs- und freien Wochenendtagen kommen so schnell 14 Tage “Frei” am Stück zusammen, ohne wirklich viel Urlaub ( in diesem Beispiel 5 Tage ) zu verbrauchen. Macht er dies öfter so kann er bei optimaler Auslastung 6 mal 14 Tage Urlaub machen, das entspricht in etwa 3 Monaten im Jahr.
Gut verteilt hat man so ein wirklich gutes und effektives Mittel sich regelmäßig eine kleine Auszeit zu nehmen.
Ein anderes Beispiel sind z.B. Angestellte, die an den Wochenenden und an Feiertagen in der Regel nicht arbeiten müssen. Sie haben meist etwas weniger Urlaub, können aber mit geschicktem Einsatz von Urlaubstagen z.B. an den sogenannten Brückentagen zwischen Feiertagen und Wochenenden ähnliche Ziele erreichen.
Ein Tipp: Kommunizieren Sie mit Ihrem Arbeitgeber, machen Sie Ihm klar, dass es für die Firma deutlich von Vorteil ist, wenn Sie als ausgeruhter und entspannter Mitarbeiter messbar höhere Leistungen erbringen können.
Machen Sie den Vorschlag dies an einem oder zwei Auszeiten zu testen. Schrauben Sie hierzu Ihr Arbeitstempo vor der Testphase leicht und für Ihren Chef unmerklich herunter, und powern Sie nach der Auszeit einige Tage richtig durch. Ihr Chef wird den Unterschied merken und spätestens nach dem zweiten Testlauf werden Sie Ihn überzeugt haben.
Jetzt stellt sich noch die Frage, wie man die freie Zeit sinnvoll nutzt. Amerikanische Forscher haben herausgefunden, dass es falsch ist sich faul auf das Sofa zu legen, auch wenn der Körper in den ersten Tagen nicht so richtig weiß, was er mit der ganzen Zeit machen soll. Es ist wichtig diesen Aspekt wirklich ernst zu nehmen, denn in vielen Fällen enten die Betreffenden sonst in einer mittleren bis schweren Depression, weil Sie nur noch über die Probleme, die sie zu der Auszeit bewogen haben, nachdenken und sich so selber schaden.
Gehe raus, unternehme etwas. Mache eine Städtereisen oder einen Kurzurlaub wie ich es zur Zeit plane. Auf jeden Fall mache nichts Alltägliches, denn Langeweile ist schädlich und macht negativen Stress.
Ich z.B. habe durch einen glücklichen Umstand in diesem Jahr 4 Wochen Urlaub am Stück, von Ende November bis Ende Dezember. Bei der Überlegung was ich mit der ganzen Zeit anfangen sollte war schnell klar wie es laufen würde, hier meine Planung:
Ende November werden die ersten Geschenke für Weihnachten gekauft, ich werde Freunde besuchen und mich mit Sport und Wellness vom Arbeitsstress erholen.
Am 6. Dezember werde ich meine alljährliche Glühweinparty machen und alle Freunde sind eingeladen.
Direkt im Anschluss fliege ich in eine Metropole dieser Welt, genaueres werdet Ihr hier in meinem Reiseblog erfahren.
Die eine Woche in der ich Reise wird stessig, aber es ist positiver Stress, der anders als negativer Stress z.B. auf der Arbeit meine Gesundheit und mein Wohlbefinden steigert und fördert.
Danach erhole ich mich wieder mit gut geplanten Freizeitaktivitäten zu Hause und werde zusammen mit meiner Familie ein harmonisches und schönes Weihnachtsfest feiern.
Am Ende werde ich hoffentlich vier Wochen voller Spaß und Erholung gehabt haben, und die nächste “Ausszeit” ist auch schon in Planung.
Viele werden jetzt sagen, dass so etwas nur schwer zu realisieren ist, aber haben Sie es schon versucht???
Ein Sprichwort sagt:
“Gedanken sind der Anfang von Taten “
… also beginne etwas zu machen, plane und versuche Dein Ziel von einer erholsamen Auszeit zu verwirklichen. Ach ja und höre nicht nach dem ersten mal auf, am Anfang mag das Ganze noch etwas anstrengend sein, aber mit der Zeit bekommst Du Übung und es wird leichter.
Ich hoffe Du hast ein wenig Inspiration gefunden.
Lieben Gruß
Alex G.
NACHTRAG:
Nachdem ich deiesen Blog geschrieben habe wurde mir klar, dass ich einen wichtigen Aspekt vergessen habe. Das Ziel einer Auszeit muß immer eng mit dem Ziel verbunden sein, etwas gezielt und geplant für sich zu machen. Es nützt nichts, wenn man wild freie Zeit schaft und diese dann nicht sinnvoll füllt. Ich werde versuchen im nächsten Artikel gezielt auf dieses Thema einzugehen.
Alex G.